KROß IMMOBILIEN

BAD KROZINGEN

IHR IMMOBILIENMAKLER FÜR BAD KROZINGEN

Als Immobilienmakler für Bad Krozingen, die Umgebung sowie die Region Freiburg kennen wir den aktuellen, lokalen Immobilienmarkt genau. Wir bei KROß IMMOBILIEN aus dem Freiburger Rieselfeld sind aufgrund unserer automatisierten Prozesse mit unserem Rundum-Sorglos-Paket stets für Sie erreichbar und kümmern uns um jedes Detail Ihres Immobilienverkaufs. Erfahren Sie auf dieser Seite mehr über Bad Krozingen und die wohnlichen Perspektiven einer Immobilie in dieser Gemeinde.

WISSENSWERTES ÜBER BAD KROZINGEN

Bad Krozingen liegt am Rand des Südschwarzwaldes, mitten im Markgräflerland. Das Markgräflerland befindet sich im Dreiländereck Deutschland, Frankreich und Schweiz. Die Stadt Freiburg ist ungefähr 15 km entfernt und Basel in der Schweiz 45 km. Bad Krozingen bedeckt eine Fläche von 35,66 km2. In der Kleinstadt Bad Krozingen leben 20.783 Menschen (31.12.2020). Die Bevölkerungsdichte liegt bei 583 Einwohner je km2. Nachbargemeinden von Bad Krozingen sind Schallstadt, Ehrenkirchen, Staufen im Breisgau, Heitersheim, Eschbach, Hartheim, Breisach am Rhein und die Stadt Freiburg mit seinem Stadtteil Munzingen. Seit 1970 gehören die Ortschaften Biengen, Hausen an der Möhlin, Schlatt und Tunsel zu Bad Krozingen und sind nun Ortsteile der Gemeinde mit einem jeweils eigenen Ortschaftsrat und Ortsvorsteher. Zum Kernort Bad Krozingen gehören auch die Gemeindeteile Kems und Oberkrozingen. Die Stadt ist als Kurort ein Gesundheits- und Kulturzentrum und zusammen mit Staufen auch ein Mittelzentrum im Markgräflerland.

ORTSBESCHREIBUNG VON BAD KROZINGEN

Bad Krozingen liegt in der Ebene des Oberrheintals vor dem Südschwarzwald, umgeben von Feldern und Hügelketten mit Reben, Wiesen und Obstbäumen. Durch die Stadt fließt der kleine Fluss Neumagen, der auf dem Stadtgebiet bei Biengen in die Möhlin mündet, die wiederum bei Breisach in den Rhein fließt. Da die Stadt ein ausgewiesener Kurort ist, finden sich auf einer großen Fläche entsprechende Kureinrichtungen, das Mineral- und Thermalbad „Vita Classica“, ein weitläufiger Kurpark mit schönen Wiesen und altem Baumbestand sowie mehrere Kliniken. Die Nähe zur Natur und das warme milde Klima dienen der Gesundung und Erholung. Die Stadt selbst ist eine Erlebnisstadt mit Wohlfühlcharakter, die als Gesundheitszentrum der Region eine Vielfalt an qualifizierten Arbeitsplätzen sowohl im medizinischen Bereich wie auch in Handwerk, Handel und Dienstleistung bietet. Bad Krozingen ist zudem Einkaufsstadt mit einer gemütlichen Fußgängerzone und vielfältigen Auswahl an Läden, die an verkaufsoffenen Sonntagen mit Leben gefüllt sind. Viele Besucher, Kurgäste sowie Besucher aus der Umgebung und Freiburg kaufen hier ein. Die Schlosskonzerte, das Open-Air-Programm im Kurpark und andere kulturelle Veranstaltungen, auch in den Ortsteilen, ziehen jedes Jahr tausende Besucher an. Familien und ältere Mitbürger sind durch ein Netzwerk an Vereinen und sozialen Angeboten gut in das Stadtleben eingebunden. Das umfassende Angebot im Bereich schulische Ausbildung mit allen weiterführenden Schulen und die ausgezeichneten Versorgungsmöglichkeiten mit einer gut ausgebauten Infrastruktur sprechen für die Stadt. Die Lebensqualität ist so hoch, wie in kaum einer anderen Stadt vergleichbarer Größe in Südbaden. Da dies viele Menschen längst erkannt haben, wächst Bad Krozingen nach allen Vorhersagen auch in den nächsten 20 Jahren. Dafür werden in der Kernstadt und in den Teilorten Biengen, Hausen, Schlatt und Tunsel dafür sorgfältig neue Baugebiete entwickelt. Man findet sowohl Hochhäuser wie auch Mehrfamilienhäuser und Zwei- bis Einfamilienhäuser mit großen Gärten. Hier sind bevorzugte Wohnlagen mit erstklassiger Infrastruktur zu finden. Zwei neue Wohngebiete erweitern die Wohnfläche des Ortes: im Ortsteil Schlatt das Gebiet „Am Wäldele“ und im Ortsteil Hausen das Neubaugebiet „Schmidtackern II“.

KURZBESCHREIBUNG DER ORTSTEILE BAD KROZINGENS

BIENGEN wurde erstmals im Jahr 770 n. Chr. im Lorscher Codex urkundlich erwähnt. Zahlreiche Siedlungsspuren aus der Römerzeit wurden hier gefunden. Seit 1971 ist Biengen ein Ortsteil von Bad Krozingen. Zur Gemarkung Biengen gehört der Weiler Dottighofen. Biengens Ortsbild wird vom Schlossberg mit seinem Schloss und seiner Pfarrkirche bestimmt. Weithin sichtbar ragt der Kirchturm aus der Rheinebene heraus, während sich dem Biengener Kirchgänger ein großartiges Panorama vom Kandel zum Blauen bietet. Ein Teil des Dorfes schmiegt sich um den Schlossberg, während ein anderer Teil der Straße von Bad Krozingen nach Breisach, der heutigen Hauptstraße, folgt. Ein eindrucksvolles Zeugnis der Lebensverhältnisse in alter Zeit sind die Tagelöhner- und Kleinbauernhäuser entlang des Mühlbachs in der Bachstraße. Erwähnenswert ist außerdem, dass der kleine Weiler Dottighofen erstmals in einer Schenkung an Kloster Lorsch aus dem Jahre 853 n. Chr. genannt wird. Die Schenkungsnotizen sind zugleich die ältesten Zeugnisse des Weinanbaus im Raum Krozingen. Der Weinbau, der seit jeher am Schlossberg und am Rebberg betrieben wurde, erfuhr mit der Reblandumlegung auf dem Rebberg zu Beginn der 1960er-Jahre eine Erweiterung. Im Gegensatz zu den anderen Ortsteilen Bad Krozingens verfügte Biengen seit jeher über eine Reihe von Gewerbebetrieben, für die bereits in den 1960er-Jahren ein Gewerbegebiet angelegt wurde. Heute ist das Gewerbegebiet von Biengen ein Schwerpunkt der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt. Dazu hat vor allem der Anschluss an die nahe Autobahn beigetragen, mit der Biengen seit dem Bau der Autobahn durch eine Umgehungsstraße verbunden ist.

HAUSEN AN DER MÖHLIN wurde erstmals 1147 n. Chr. urkundlich erwähnt. Seit 1973 ist es nach Bad Krozingen eingemeindet und somit Ortsteil. Hausen steht auf ebener Lage auf einer fruchtbaren Gemarkung. Hier wohnen wohlhabende Leute, da die Fruchtbarkeit der Felder jahrhundertlang das Schicksal des von der Landwirtschaft geprägten Ortes bestimmte. Schon früh suchten auswärtige Herrschaften Zugriff auf die ertragreichen Höfe zu erlangen. Bereits im Hochmittelalter waren die Klöster Günterstal, St. Ulrich, St. Peter und St. Trudpert ebenso wie Freiburger Bürger dort begütert. Den klösterlichen Grundstücksgeschäften verdankt sich demgemäß auch die erste urkundliche Erwähnung Hausens im Jahr 1147 n. Chr. Der Fluss Möhlin fließt am westlichen Ortsrand entlang. Als der Krozinger Handelsmann Johann Franz Litschgi in den 1730er-Jahren im Auftrag Österreichs die Holzlieferungen aus dem Schwarzwald zur Festung Breisach übernahm, wurde auf der Gemarkung Hausen der sogenannte Litschgi-Kanal gebaut, auf dem das Holz mit Hilfe des Wassers der Möhlin verflößt wurde. Der Kanal, von dem Reste bis heute zu sehen sind, zog sich entlang der heutigen Bundesstraße B31 Richtung Breisach. Durch seine Lage an der Möhlin wurde Hausen immer wieder Opfer von Hochwassern. Bei einem besonders verheerenden Hochwasser 1744 sollen große Teile des Dorfs zerstört worden sein. In der Folgezeit entstand entlang der Falkensteiner Straße das beachtenswerte Ensemble von Vogtei, großen Bauernhöfen sowie den beiden Gasthöfen Adler und Löwe. Mit der Falkensteinstraße besitzt Hausen einen großzügigen Straßenzug mit großen Bauernhöfen mit ihren typischen Rundbogeneinfahrten, in der Mitte die Kirche St. Johannes, das Amtshaus der Herrschaft von Falkenstein und die beiden Gasthäuser Adler und Löwen. Mit dem Bau der Autobahnanschlussstelle in unmittelbarer Nähe des Ortes im Jahr 1960 veränderte sich die Gemeinde innerhalb weniger Jahre grundlegend. Für Pendler wurden im Nordwesten des Dorfkerns Baugebiete angelegt. Im Südosten entstand ein Gewerbegebiet. Die Ortsstraßen wurden ausgebaut, die Möhlin verlegt und begradigt, ein neues Schulhaus gebaut, eine Kanalisation und eine neue Wasserversorgung eingerichtet. Mitte der 1960er-Jahre bauten die Stadtwerke Freiburg ein großes Wasserwerk auf der Gemeindegemarkung, über das auch – ein bedeutender politischer Erfolg der Gemeinde- die Wasserversorgung von Hausen sichergestellt wurde. Seit 2007 beliefert das Wasserwerk Hausen auch Bad Krozingen und den Ortsteil Tunsel.

SCHLATT wurde erstmals im Jahre 1130 n. Chr. urkundlich erwähnt und 1371 n. Chr. erwarb der Johanniterorden in Heitersheim Schlatt. Die bis 1974 selbstständige Gemeinde gehört heute als Teilort zu Bad Krozingen. Die Geschichte von Schlatt ist eng mit der Quelle des Dorfbachs verknüpft, die am Fuß des Schlatter Bergs entspringt. Noch erkennt man das Wachstum des Orts entlang des Dorfbachs, dem die Lazariterstraße folgt. Schlatt war über Jahrhunderte landwirtschaftlich geprägt. Stolze Höfe entlang der Lazaritenstraße zeugen von einem wohlhabenden Bauernstand. Noch heute befinden sich im Ort mehrere Vollerwerbsbetriebe, die unter anderem weitbekannte Sonderkulturen mit Erdbeeren und Spargel betreiben. Die Landwirtschaft mit dem Erdbeeren- und Spargelanbau sowie der Weinbau spielen eine bedeutende Rolle für den Ort. Das jährlich gefeierte Erdbeer- und Spargelfest in Schlatt ist zu einem Termin für die ganze Region geworden. Schon im 13. Jahrhundert lässt sich der Weinbau nachweisen, der seit der Reblandumlegung auf dem Schlatter Berg in den 1960er-Jahren neuen Aufschwung erhielt und heute international anerkannte Spitzenleistungen erreicht.

TUNSEL wurde erstmals 852 n. Chr. urkundlich erwähnt. 1974 wurde es nach Bad Krozingen eingemeindet. Zu Tunsel gehören die Weiler Burghöfe und Schmidhofen. In den letzten Jahrzehnten hat sich der Ort prächtig entwickelt und verfügt über wichtige Infrastruktureinrichtungen wie Kindergarten und Grundschule. Insbesondere wird Tunsel mit seinem hohen bürgerschaftlichen Engagement und durch das gute Miteinander unter den Vereinen geprägt, die weit über die Region hinaus bekannt sind. Hier lässt es sich gut leben. Wirtschaftlich war Tunsel bis in die jüngste Zeit rein landwirtschaftlich ausgerichtet. Wegen ihrer erfreulichen Vermögensumstände erhielten die Dorfbewohner den Zusatznamen „Speckbuure“, was die Tunseler aber nicht übelnahmen, sondern vielmehr das jährlich mit der Nachbarschaft gefeierte Speckbuure-Fest ins Leben riefen.

WOHNEN IN BAD KROZINGEN

Als Immobilienmakler für Bad Krozingen freuen wir uns über Ihre E-Mail, wenn Sie eine Immobilie in Bad Krozingen verkaufen oder kaufen möchten. Gerne tragen wir Sie auch gerne in unsere aktuelle Suchkundenkartei ein. Rufen Sie einfach an oder schreiben Sie uns eine Nachricht!

Immobilienpreisspiegel 2021

m² BAD KROZINGEN BW DE

60 m² 4.308,77 € 4.048,85 € 4.045,00 €

100 m² 5.309,97 € 4.277,60 € 4.507,23 €

* Preise pro Quadratmeter

Immobilienspiegel Bad Krozingen

Wohnungspreise Vergleich im Jahr 2011 – 2020

JAHR BAD KROZINGEN BW DE

30 m² Immobilie

2011 1.253,83 € 1.808,61 € 1.411,03 €

2018 1.919,56 € 3.096,23 € 3.052,63 €

2020 4.873,59 € 3.425,95 € 4.021,14 €

60 m² Immobilie

2017 3.372,93 € 3.068,28 € 2.264,10 €

2018 3.633,85 € 3.088,38 € 2.825,95 €

2019 4.567,58 € 3.218,44 € 3.010,40 €

2020 4.298,26 € 3.421,57 € 3.466,08 €

100 m² Immobilie

2017 3.429,67 € 3.350,55 € 2.841,54 €

2018 4.194,29 € 3.457,51 € 3.405,71 €

2019 4.221,18 € 3.565,41 € 3.593,52 €

2020 4.277,12 € 3.754,05 € 3.916,01 €

Eigentumswohnung in Bad Krozingen

Für eine 60m²-Wohnung liegt aktuell der durchschnittliche Kaufpreis bei 4.308,77 EUR/m². Bei einer 100m²-Wohnung zahlt man derzeit durchschnittlich 5.309,97 EUR/m².

(Quelle: wohnungsboerse.net/immobilienpreise-Bad-Krozingen/115)

VERKEHRSANBINDUNG IN BAD KROZINGEN

Bad Krozingen ist durch verschiedene Buslinien und Verkehrsunternehmen gut in den öffentlichen Personennahverkehr eingebunden und man erreicht Heitersheim, Müllheim, Staufen, Breisach, Freiburg und Basel gut. Daneben wird Bad Krozingen durch einige Sonderverkehre bedient, wie den Sportbus der SBG oder der Safer Traffic für alle Nachtschwärmer am Wochenende. In Bad Krozingen selbst verkehrt die Innerortslinie Bus 7241, der Bürgerbus befördert, als ganz normales öffentliches Verkehrsmittel, werktags und am Samstag die Fahrgäste. Der Kleinbus mit acht Sitzplätzen wird von ehrenamtlichen Fahrern gefahren. Mit dem Zug ist Bad Krozingen direkt zu erreichen, da die Gemeinde über einen eigenen Bahnhof verfügt. Bad Krozingen liegt an der Rheintalbahn und ist Halt für die Regionalzüge der Strecke Offenburg – Basel Badischer Bahnhof. Außerdem zweigt hier die Münstertalbahn der SWEG nach Staufen und Münstertal von der Hauptstrecke der Deutschen Bahn ab. Vom Bahnhof aus fahren die Buslinien in die Stadt und ins Umland. Durch die Kernstadt führte lange die Bundesstraße B3, die den Kurort sehr belastete. Seit dem Sommer 2009 ist sie als Umgehungsstraße angelegt. Beim Ortsteil Hausen befindet sich ein Anschluss an die Bundesautobahn A5, über den die benachbarten Großstädte Basel (CH), Mulhouse (Frk) und Freiburg sowie der EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg gut erreicht werden können. Bad Krozingen bietet seinen Bürgern zwei Car-Sharing-Fahrzeuge an.

GESCHICHTE BAD KROZINGENS

Einige archäologische Funde aus der Jungsteinzeit bezeugen, dass die Gegend in dieser Zeit schon besiedelt war. Dies gilt auch für die vorchristliche Zeit, in der sich Kelten und Merowinger niederließen. Darauf weisen Gewann-, Fluss- und Ortsnamen hin. Die Geschichte der Gemeinde Bad Krozingen ist maßgeblich durch die Lage an der großen Rheintalstraße beeinflusst. In der Römerzeit befand sich auf der Gemarkung Bad Krozingens eine römische Straßenstation, was Teile von Töpfereien mit Brennöfen, mehrere Gutshöfe und eine große Siedlung bezeugen und durch bedeutende archäologische Funde belegt werden konnte. Man vermutet, dass sich das Zentrum der Siedlung südlich des heutigen Schlosses befand und erklärte daraufhin das Gebiet zum Grabungsschutzgebiet. Ab dem 4. Jahrhundert waren die Alamannen hier sesshaft. Aus der Zeit stammt ein Gräberfeld im jetzigen Bad Krozingen. Der erste urkundliche Beleg für die Siedlung „Scrozzinga“ ist für das Jahr 808 n. Chr. in den Urkundenbüchern des Kloster St. Gallen zu finden. Man vermutet, dass der Name des Ortes von dem alemannischen adeligen Geschlecht „Crozzo“ stammt. Der Ort entstand aus dem alten Siedlungskern Oberkrozingen, Kems und Unterkrozingen als alemannische Siedlung am Übergang der Römerstraße Basel-Offenburg. Die Rheintalstraße überquerte als Furt den Fluss Neumagen in Krozingen. Hochwassersicher stand auf einer Anhöhe oberhalb der Furt neben der Pfarrkirche ein Herrenhof neben der Pfarrkirche. Kirche und Hof waren mit einer Mauer und einem Wassergraben umgeben und bildeten einen Wehrbau. Der Platz war im Hochmittelalter von großer Bedeutung. Bernhard von Clairvaux hielt sich lange an dem Ort auf und hielt Predigten. Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Herrenhof zerstört. Zu Krozingen gehörten neben dem Wehrbau am Fluss Neumagen und der Siedlung entlang der Handelsstraße auch zwei landwirtschaftlich geprägte Siedlungen: das heutige Oberkrozingen und Kems. Die Siedlung in Oberkrozingen ist seit dem 7. Jahrhundert nachweisbar. Zu ihr gehört auch die erst im Hochmittelalter errichtete Glöcklehofkapelle. Die beiden Siedlungen Oberkrozingen und Kems sind allerdings erst seit 1960 baulich deutlich mit Krozingen verbunden. Die Grundherrschaft in Krozingen war früh zersplittert. Mit den Herren von Krozingen besaß der Ort ein eigenes Adelsgeschlecht, das sich aber bald aus dem Ort zurückzog. In der Folgezeit wechselte die Ortsherrschaft oft. Schon Ende des 13. Jahrhunderts entwickelte sich eine selbstständig handelnde Bauernschaft, aus der sich dann eine politische Gemeinde entwickelte. Die Krozinger bewahren besonders das Andenken an den Ortsherren Johann Heinrich von Landeck (1572), der eine großzügige Stiftung zugunsten armer Schüler hinterließ. Auch die beiden Klöster St. Trudpert und St. Blasien hatten Besitz in Krozingen und dadurch Einfluss auf den Ort. St. Blasien nutzte Krozingen als Verwaltungszentrale für seine Breisgauer Güter und errichtete dafür im Jahr 1579 die Propstei, das heutige Schloss. Das Kloster St. Trudpert verfügte neben den Liegenschaften vor allem über das Recht, den Pfarrer in Krozingen einzusetzen. Seit Beginn des 15. Jahrhunderts gehörte Krozingen als Landgrafschaft im Breisgau zur österreichischen Oberhoheit und gelangte später zu Beginn des 19. Jahrhunderts mit den vorderösterreichischen Gebieten an das Großherzogtum Baden.

Die Rheintalstraße prägte weiterhin die Geschichte Krozingens. Seit jeher befanden sich an der Basler Straße eine Reihe von Gastwirtschaften, die den Reisenden Rast- und Schlafplätze boten. Im Jahr 1742 errichtete Thurn und Taxis eine Personenpost von Frankfurt nach Basel, die in Krozingen Halt machte, wodurch der Ort als Verkehrszentrum an Bedeutung gewann. Die Neumagenbrücke musste neu und stabiler gebaut werden, was man nutzte, um sie auch mit prächtigen Steinstatuen zu schmücken. Die logische Folge von Straßenbau und Postverbindung war der Bau der Eisenbahnstrecke entlang der Rheintalstraße von Freiburg nach Basel. Im Jahr 1847 wurde der Bahnhof Krozingen eingeweiht und zeigte die Verkehrsbedeutung des Ortes Krozingen: Die Stadt Staufen als altes Verwaltungs- und Marktzentrum der Gegend erhielt erst 1894 eine Zweigbahn, die in Krozingen an die Hauptstrecke anschloss. Mit diesen guten Verkehrsanbindungen wurde Krozingen für das Gewerbe und die Industrie als Standort interessant. Anfang des 17. Jahrhunderts zog daher die aus dem Aosta-Tal stammende Handelsfamilie Litschgi nach Krozingen. Ihre erfolgreichen Geschäfte brachten ihnen später die Bezeichnung als Fugger des Breisgaus ein. Anfang des 19. Jahrhunderts erhielt Krozingen das Marktrecht. Die ganzen weiteren Jahre siedelten sich immer mehr Gewerbebetriebe an, die schließlich zu Industriebetrieben wuchsen. Im Norden der wachsenden Stadt entstand ein Gewerbegebiet. Ein zweites Standbein bekam Krozingen durch die Erbohrung der Mineral- und Thermalquelle im Jahre 1911, die den Grundstein dafür legte, dass aus Krozingen eine moderne Kur- und Bäderstadt wurde. Im Jahr 1933 erhielt Krozingen den Titel eines „Bads“ verliehen und heißt seitdem „Bad Krozingen“. Dies führte zum Erfolg und in den 1950er-Jahren zu einem Boom, der zum weiteren Ausbau des heutigen Kurgebietes führte. Ein modernes Kurhaus wurde im Jahr 1959 eingeweiht. Die Kur- und Rehabilitationsmaßnahmen wurden ergänzt durch die Eröffnung des renommierten klinischen Herzzentrum im Jahre 1972, das heute der größte Arbeitgeber Bad Krozingens ist. Durch Zuzug wuchs der Ort sehr schnell und man passte die Infrastruktur an, indem Schulen und Kindergärten sowie Einkaufsmöglichkeiten gebaut wurden und für eine gute Verkehrsanbindung gesorgt wurde. Im Laufe der Verwaltungsreform in den 1970er-Jahren, wurden die ehemals selbstständigen Gemeinden Biengen, Hausen an der Möhlin, Schlatt und Tunsel nach Bad Krozingen eingemeindet. Aufgrund seiner erfolgreichen Entwicklung und dass die Gemeinde die zweitgrößte des Landkreises geworden war, bekam Bad Krozingen im Jahr 2005 das Stadtrecht verliehen.

GESCHICHTE DER ORTSTEILE BAD KROZINGENS

BIENGEN: Schon die Römer siedelten hier, was der Fund eines Gutshofes belegt. Auch aus der Merowingerzeit finden sich archäologische Zeugnisse, wie ein großes Gräberfeld mit Gräbern adliger Alamannen und auch einfachen Reihengräbern, die alle den Hinweis auf eine große Siedlung geben. Erste schriftliche Erwähnung Biengens findet man in der Schenkungsurkunde aus der Zeit zwischen 770 n. Chr. und 793 n. Chr. an das Kloster Lorsch an der Bergstraße. Notizen in der Schenkungsurkunde bezeugen den Weinbau in der Gegend von Bad Krozingen und sind zugleich das älteste Zeugnis des Weinbaus in der dortigen Region. Rund um den Schlossberg und am Rebberg standen seit jeher die Rebstöcke und erfuhren mit der Rebland Umlegung auf dem Rebberg zu Beginn der 1960er-Jahre eine Erweiterung. Auch der kleine Weiler Dottighofen wird erstmals in dem Jahr 853 n. Chr. ebenfalls in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Lorsch genannt. Im Spätmittelalter gehörte Biengen zum vorderösterreichischen Breisgau und war zunächst im Besitz Freiburger Bürger, später dann, im Jahre 1484, kam es an die Herren von Pfirt. Von hoher Bedeutung war die große Fläche an Waldbesitz auf der Gemarkung Bollschweil, aus dem man erhebliche finanzielle Mittel bezog. So war es der Gemeinde möglich eine bedeutende Spitalstiftung mit einem eigenen Gebäude zu errichten. 1970 wurde Biengen nach Bad Krozingen eingemeindet. Ein liebevoll gestaltetes Dorfmuseum im Rathaus stellt die Geschichte der Gemeinde dar.

HAUSEN AN DER MÖHLIN: Im Spätmittelalter hatte der Herr von Staufen die Ortsherrschaft inne. Im Jahr 1621 ging diese über das Kloster Günterstal an die Herren von Falkenstein, die dann auch bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts größter Grundherr des Ortes Hausen waren. Hausen gehörte zur Landgrafschaft im Breisgau und ging später mit an die Habsburger. Bis 1805 gehörte Hausen zu dem vorderösterreichischen Breisgau und ging in der Folgezeit an das Großherzogtum Baden. Seit dem 17. Jahrhundert hat der Ort den Zusatz „an der Möhlin“, um sich von anderen gleichnamigen Orten zu unterscheiden.

SCHLATT: Archäologische Ausgrabungen am Schlatter Berg belegen, dass hier im 6. Jahrhundert v. Chr. (Hallstattzeit) eine keltische Siedlung lag, die durch einen Graben und Mauer geschützt war. Zu der Siedlung gehören auch Grabhügel. Ebenfalls bei Ausgrabungen gefundene Steinkistengräber zeigen, dass das heutige Dorf auch schon in der Merowinger Zeit, also im 7. und 8. Jahrhundert, besiedelt war. Allerdings wurde Schlatt urkundlich erst um 1130 n. Chr. erwähnt, als eine Familie von Slatha dem Kloster St. Peter Güter schenkte. Später waren die Herren von Staufen die Ortsherren und gründeten im Jahr 1270 ein Lazariterkloster im Ort, in dem man auch Leprakranke in einem gesonderten Haus gepflegt hatte. Jahre später musste sich der Konvent 1362 wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten dem Johanniterorden anschließen und löste sich auf. Fortan gehörte Schlatt unter der österreichischen Landesherrschaft zur Johanniterkommende Heitersheim, bis diese 1805 an das Großherzogtum Baden fiel. In der Zeit bildete sich Schlatt unter den Johannitern zu einer selbstbewussten politischen Gemeinde, der ein Dorfgericht und ein Vogt vorstanden. Im Jahre 1810 kaufte die Gemeinde auf der Gemarkung Bollschweil Wald, der heute Teil des Bad Krozingers Stadtwaldes ist. Im Jahr 1974 gründete sich auf Betreiben des Pfarrers Dr. Theodor Kurrus erneut eine Lazariterkommende mit karitativen Zielen. Nach einer Bürgerabstimmung wurde der Ort Schlatt im Jahr 1973 nach Bad Krozingen eingemeindet.

TUNSEL: Auch hier fand man bei archäologischen Ausgrabungen auf dem Silberbuck Zeugnisse einer sehr frühen Besiedlung aus der Zeit um 1200 v. Chr. Weitere Funde an einer anderen Stelle stammen wiederum aus der alemannischen Zeit. Tunsel selbst wird erstmals im Jahr 860 n. Chr. in einem Schenkungstext an das Kloster St. Trudpert erwähnt. Auf dem heutigen Tunseler Rebberg stand im Hochmittelalter eine Burg, die für die Sicherung der Verkehrswege nach Süden und Norden sowie für den Zugang zu dem Bergbaugebiet im Münstertal von großer Wichtigkeit war. Ortsherren waren zu der Zeit, 1091 n. Chr., die Herren von Tunsel. Nach einem Erbstreit wurde die Burg im Jahre 1256 an das Kloster St. Trudpert im Münstertal verkauft. Die Burg ist heute nicht mehr erhalten, nur die Sagen berichten über sie und die Zeit damals. Lange Zeit später erlangte das Kloster St. Trudpert auch das Recht, den Ortsgeistlichen einzusetzen, sodass zukünftig Mönche für die Pfarrei sorgten. Und mit dem Erwerb der hohen und niederen Gerichtsbarkeit von den Herren von Staufen bekam das Kloster schließlich die vollständige Ortsherrschaft. Dies blieb so bis zur Säkularisierung 1806. An die Klosterzeit erinnert in Tunsel noch das repräsentative Pfarrhaus aus dem Jahr 1769. Mit der Auflösung von St. Trudpert fielen die Ortschaften Tunsel und Schmidhofen zu Beginn des 19. Jahrhunderts an das Großherzogtum Baden. Die Gemeinde Tunsel wurde 1974 nach Bad Krozingen eingemeindet.

SEHENSWÜRDIGKEITEN IN BAD KROZINGEN

Die Stadt Bad Krozingen ist reich an Kultur und Geschichte, auf die man bei Stadtspaziergängen trifft. Eine kleine Auswahl an Sehenswürdigkeiten sollen hier kurz vorgestellt werden und die Neugier wecken, weitere geschichtliche Zeugnisse anzuschauen:

  • Walter-Scheel-Erinnerungsstätte: Die historische Erinnerungsstätte befindet sich im westlichen Seitenflügel das Rathauses, in dem der Alt-Bundespräsident in den Jahren 2009 bis 2014 sein Büro hatte. Um sie zu erhalten, hat die Stadt einen Vertrag mit der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung geschlossen.
  • Glöcklehofkapelle: Die äußerlich unscheinbare romanische Kapelle birgt in ihrem Inneren Bad Krozingens kostbarstes Kleinod. In der Kirchenapsis wurden Wandmalereien aus dem frühen 11. Jahrhundert freigelegt, die das Leben von Johannes dem Täufer darstellen und eine der ältesten Christusdarstellungen nördlich der Alpen zeigen. Stilistisch werden die Malereien in die Nähe von Buchmalereien der Klöster St. Gallen und Reichenau gestellt. Dies ist insofern wahrscheinlich, als der benachbarte Glöcklehof (auch Ulrichshof) früh als Besitz des Klosters St. Gallen nachgewiesen ist. Im 18. Jahrhundert erhielt die Kapelle das Patrozinium des heiligen Ulrich.
  • Katholische Pfarrkirche St. Sebastian: Die in Schlatt stehende Kirche hat neben ihrem Gebäude eine Quelle und ist einer der malerischsten Flecken Bad Krozingens. Für das Jahr 1275 urkundlich belegt, stammt der heutige Bau allerdings aus dem Spätmittelalter und vom Anfang des 16. Jahrhunderts. Drei Heilige werden in der Kirche verehrt: der hl. Sebastian, der hl. Apollinaris und der hl. Fridolin. Die beiden letzten sind Heilige der Quelle, die als wundertätig galt. Noch im 18. Jahrhundert sollen Säuglinge vor der Taufe in der Kirche in das Quellwasser getaucht worden sein. Die Quelle sicherte zugleich die Wasserversorgung des Dorfes, was 1866 die Gemeinde nutzte und eine zentrale Wasserversorgung baute. Im Pfarrhaus nahe der Kirche lebte der Kirchenhistoriker Pfarrer Dr. Theodor Kurrus (1916-1994) der zahlreichen kirchengeschichtlichen Beiträge schrieb, sich kritisch mit den Beschlüssen des 2. vatikanischen Konzils auseinandersetzte und 1974 die Schlatter Kommende des Lazariterordens neu gründete.
  • Das 1959 erbaute Kurhaus wurde von dem Architekten Horst Linde entworfen und erinnert an Werke von Mies van der Rohe und an den von Linde in Stuttgart gebauten Landtag. Das Haus wurde sofort zum Mittelpunkt des Kur- und Gemeindelebens.

ÖFFENTLICHE EINRICHTUNGEN IN BAD KROZINGEN

Bad Krozingen hat mit der kostenlosen „Wunderfitz-App“ eine Bürger-App erschaffen, die eine schnelle und vielfältige Orientierung im Alltag und bei der Freizeit ermöglicht. Jeder bekommt aktuelle Informationen zu Veranstaltungen, Top-Nachrichten des Tages, Events, Vereinsneuigkeiten etc. Aber in der App sind auch Infos zum öffentlichen Personennahverkehr zu finden, ein Branchenbuch und wichtige lokale Termine.

KIRCHEN IN BAD KROZINGEN

Da Bad Krozingen lange Zeit zu Vorderösterreich gehörte, blieb es nach der Reformationszeit katholisch. Es war Sitz des Dekanats Neuenburg des Erzbistums Freiburg. Ab 2015 legte man die Seelensorgeeinheit Bad Krozingen und Seelsorgeeinheit Hartheim zusammen. Die katholischen Kirchen sind: St. Alban in Bad Krozingen, St. Leodegar in Biengen, St. Michael in Tunsel, St. Fridolinskapelle bei Kems, die St. Josefskapelle und St. Sebastian in Schlatt. In Baden erfolgte die Reformation 1556 und der erste evangelische Geistliche Vikar Funk förderte den Bau der ersten evangelischen Kirche, die Christuskirche. Sie wurde 1935 durch den Landesbischof eingeweiht. Sehenswert sind die von Georg Meistermann 1980/81 entworfenen modernen Kirchenfenster, welche die Erscheinungsweisen Gottes in der Welt darstellen. Weitere evangelische Einrichtungen sind das Haus der Kurseelsorge, das Diakonische Werk, die Krankenhaus-Seelsorge und die Ökumenische Kurseelsorge. Weitere Religionsgemeinschaften sind die Freie Christengemeinde, die Neuapostolische Kirche, die Freie Christusgemeinde und die Zeugen Jehovas.

THERMEN & PARTNERSCHAFTEN IN BAD KROZINGEN

Mit dem Besitz der Thermalbadquelle erhielt der Ort im Jahr 1933 das Kurortprädikat „Bad“ und wurde offizieller Kurort, in dem im Laufe der Zeit ein überregional bekanntes und geschätztes Gesundheitszentrum entstand, bestehend aus: der Vita-Classica-Therme, einem großen Kurpark mit Kurhaus, mehreren Reha-Kliniken mit den unterschiedlichsten Behandlungsschwerpunkten, einer Akutmedizin und dem Herzzentrum. Die Pflege internationaler Beziehungen ist der Stadt Bad Krozingen sehr wichtig und wird vor allem durch den Verein „Verbindungen International Bad Krozingen e.V.“ unterstützt und durch Partnerschaften (Städtepartnerschaften, Schulpartnerschaften, Städtefreundschaften und sonstige internationale Kontakte) umgesetzt. Der amtierende Bürgermeister ist Vorsitzender des Vereins, der eine intensive Zusammenarbeit zwischen der Stadt und dem Verein gewährleistet. Partnerschaften wurden mit Städten geschlossen, die ebenfalls Thermalbäder besitzen. In Frankreich die Städte Gréoux-les-Bains und Esparron-de-Verdon. Die 1985 geschlossene Städtepartnerschaft mit Gréoux-les-Bains verbindet Bad Krozingen mit einem der ältesten Thermalkurorte Europas. Der Ort liegt in Südfrankreich, im Département Haute-Provence und ist ca. 80 km von Marseille entfernt. In Japan die Stadt Naoiri. Auch dieser Ort ist geprägt durch das Vorkommen einer kohlensäurehaltigen Thermalquelle. So begann man, sich zwischen den beiden Städten über die europäische und die japanische Bäderkultur auszutauschen. Im Jahr 1999 entstand eine Thermenpartnerschaft mit der „Vita Classica“ Bad Krozingen, die im Jahr 2004 zu einer offiziellen Städtepartnerschaft wurde. Der japanische Garten und das japanische Ruhehaus in der Therme Vita Classica zeugen von der Verbundenheit beider Städte. Der Austausch wurde erweitert durch die Gründung einer gemeinsamen Weinhandelsgesellschaft mit dem Namen NAKRO, die den Weinexport nach Japan erfolgreich betreibt. Mit der Stadt Bojnice in der Slowakei besteht seit 2011 eine Städtepartnerschaft, da sich in der Stadt eines der ältesten Heilbäder der Slowakei befindet. Die Stadt liegt ca. 170 km nordöstlich der Hauptstadt Bratislava. Der Schüler- und Praktikantenaustausch hat einen hohen Stellenwert. Mit Lettland pflegt die Stadt Bad Krozingen eine enge Freundschaft, die durch die lettische Philosophin und Schriftstellerin Zenta Maurina (Ehrenbürgerin der Stadt) geknüpft wurde. Ausschlaggebend war ein Konzertaufenthalt des Vokalensembles „Nianse“ im Jahr 1992, der dazu geführt hat, dass es alle zwei Jahre Aufführungen lettischer Chöre, Tanz- und Instrumentalgruppen aus Lettland in Bad Krozingen gibt, die sehr beliebt sind.

BILDUNG & SCHULEN IN BAD KROZINGEN

Bad Krozingen ist Mitglied im grenzüberschreitenden örtlichen Zweckverband Mittelhardt-Oberrhein, der auf der Basis des Karlsruher Übereinkommens die grenzüberschreitende kommunale Zusammenarbeit von Gemeinden im Elsass und Baden fördert. Bad Krozingen verfügt über eine Vielzahl an Bildungseinrichtungen und vielfältige Möglichkeiten der Kinderbetreuung. In der Kernstadt Bad Krozingen gibt es die Grund-, Haupt- und Werkrealschule Johann Heinrich von Landeck mit der Tagesbetreuung für Schulkinder in der Einrichtung Arche. Die Max-Planck-Realschule bietet am Nachmittag eine Betreuung im Hort an, der schulartenübergreifend ab der 5. Klasse ist. Das Kreisgymnasium Bad Krozingen hat ebenfalls eine Nachmittagsbetreuung, die von Sozialarbeitern gestaltet wird. In den Ortsteilen Biengen, Hausen, Tunsel und Schlatt gibt es jeweils Grundschulen. Kindergärten gibt es im Kernort Bad Krozingen fünf Stück und in jedem Ortsteil können die Kinder zum Kindergarten gehen. Abgerundet wird das Bildungsangebot noch durch die Volkshochschule Südlicher Breisgau, die Jugendmusikschule Südlicher Breisgau und das Jugendzentrum, das mit einem offenen Angebot Jugendliche am Nachmittag einlädt. Das Zentrum Beruf und Gesundheit bietet berufsfördernde Begleitung von Arbeitnehmern und Arbeitgebern und bietet umfassende ganzheitliche medizinisch-berufliche Rehabilitations- und Präventionsleistungen für jedermann an. Träger ist das Benedikt Kreutz Rehabilitationszentrum e. V. Bad Krozingen. Die öffentliche Bibliothek stellt über 27.000 Medien in ihrer Mediathek zu allgemeinen, gesellschaftlichen, kulturellen und naturwissenschaftlichen Themen Interessierten zur Verfügung. Das Jugendzentrum JuZe bietet neben offenen Treffs auch Sport-, Tanz- und Kreativ-Veranstaltungen an und es stehen ein Tonstudio und ein Bandraum zur Verfügung. Hier findet man Ansprechpartner:innen bei Problemen zu Hause, in der Schule oder mit Freunden. An dem jährlichen Sommerferienprogramm können alle teilnehmen. Das Jugendzentrum wird von der Jugendreferentin der Stadt geleitet. Ältere Menschen und Senioren finden betreuten Wohnraum und pflegerische Unterstützung im Dietrich-Bonhoeffer-Haus der Evangelischen Stadtmission Freiburg e. V., im Haus Siloah der Evangelischen Stadtmission Freiburg e. V., im KWA Parkstift St. Ulrich, im Senioren- und Pflegeheim Sonnenhain, im BetreutWohnen am Kurpark und im KWA Parkstift St. Ulrich.

PROJEKTE & SONSTIGES IN BAD KROZINGEN

Bad Krozingen ist eine von neun Modellstädten in Baden-Württemberg, die am Projekt StadtLabor teilnehmen, um eine Quartiersentwicklung voranzubringen, die an die zukünftigen Herausforderungen angepasst ist. Es gilt, neuartige, innovative Wege zu finden, wie eine inklusive und nachhaltige Quartiersentwicklung aussehen kann. Dafür tauschen sich die teilnehmenden Städte regelmäßig gemeinsam in Workshops zum aktuellen Stand, ihren Erfahrungen und weitere Vorgehensweisen aus. Die Vielfalt der Städte und ihrer Themen ist dabei eine gegenseitige Bereicherung. Bad Krozingen hat sich 2021 als Pilotkommune am Klima-Projekt „LoKlim“ beteiligt. Das Projekt hat als Ziel, lokale Strategien zur Klimawandelanpassung zu entwickeln. Es winkt der Deutsche Nachhaltigkeitspreis Forschung, der von der gleichnamigen Stiftung und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für herausragende nachhaltigkeitsbezogene Forschungsleistung vergeben wird. Bad Krozingen hat mit seinem Forschungsprojekt, mit drei weiteren Kommunen, das Finale erreicht. Die im Dezember 2007 gegründete Bürgerstiftung Bad Krozingen hat sich als Aufgabe gesetzt, die soziale und kulturelle Vielfalt in der Bevölkerung zusammenzubringen. Vor Ort auftretende Probleme sollen schnell erkannt werden und unbürokratisch und zielorientiert gelöst werden. Sie wird dort tätig, wo Staat, Kommunen und Vereinigungen an ihre Leistungsgrenzen stoßen. Unternehmen und Firmen, die sich in Bad Krozingen niedergelassen haben und große Arbeitgeber sind, sind z. B. das Herz-Zentrum Bad Krozingen, das dem Universitätsklinikum Freiburg angegliedert ist, wie auch die Firmen UTP Schweißmaterial, Rittal und die Schenker AG. Auf dem Bad Krozinger Wochenmarkt kann man schon seit vielen Jahren einkaufen gehen. War er anfangs (erwähnt seit 1975) auf den Rathaus- und Kirchplatz beschränkt, kamen 2002 die Standorte Lammplatz und seit 2013 der Bahnhofsplatz als weitere Markt¬plät¬ze hinzu. Insgesamt 20 verschiedene Anbieter beteiligen sich über das Jahr verteilt am Wochenmarkt. Manche sind ganzjährig anwesend, andere nur saisonal. Markttage sind am Samstag auf dem Lammplatz, am Donnerstag auf dem Bahnhofsplatz sowie am Dienstag auf dem Mozartplatz.

FREIZEIT UND KULTUR IN BAD KROZINGEN

Ein besonders reges und vielfältiges Vereinsleben findet man in Bad Krozingen und seinen Ortsteilen. Jeder, der möchte, wird mit eingebunden und findet schnell Anschluss. Die Stadt bietet den Vereinen die Möglichkeit, sich im städtischen Internetportal vorzustellen. Zudem hat Bad Krozingen eine Vielfalt an Freizeit- und Sportanlagen, von denen hier ein paar genannt werden: Es gibt einen Fußballplatz mit Tribüne und Kunstrasenplatz in Bad Krozingen selbst und weitere Fußballplätze in den Ortsteilen. Die Bogenschießanlage, der Minigolfplatz, der Tennisplatz, der öffentliche Bouleplatz und der Skatepark runden das Angebot ab. Das Freizeit- und Hallenbad Aquarado ist mit seinem Angebot ein beliebtes Ausflugsziel für Familien: eine Riesenröhrenrutsche, Innen- und Außenbecken, Trampolinanlage, Kinder-Matsch-Spielplatz, Beachvolleyball, Mini-Fußballfeld, Sauna, Bräunungsstudio und eine sehr große Fläche als Liegewiese. Das Vita-Classica-Thermalbad kombiniert modernste Gesundheitsangebote mit Wellness aus der ganzen Welt und Sport. Therme, Saunalandschaft und Wohlfühlhaus verwöhnen, ob für einen Kurzurlaub, ein Wellness-Wochenende oder für einen Wellnesstag. Die Therme ist überregional bekannt und genießt einen hervorragenden Ruf. Der große, schön angelegte Kurpark zeichnet sich durch einen alten Baumbestand und Wiesenflächen aus. Im Duft- und Kräutergarten kann man unter fachkundiger Führung das ein oder andere Neue entdecken. Bad Krozingen ist für Einsteiger und Profiradfahrer ein idealer Ausgangspunkt für Touren: lange Strecken in der weiten Ebene, Rundfahrten, wie auch die Steigungen der Berge bieten sich ideal dafür an.

Auch kulturell bietet die Stadt Bad Krozingen über das Jahr verteilt ein vielfältiges Angebot an: im Frühjahr das Mozartfest, das Frühjahrskonzert der Gemeindekapelle Bad Krozingen, das Erdbeer- und Spargelfest in Schlatt. Zum Sommer hin die Vita-Classica-Nacht, die Oldie Night, das Ökumenische Kirchenfest, das Schlossfest, die Alpenrocknacht. Der sommerliche Höhepunkt ist das überregional sehr beliebte Lichter- und Quellenfest im Kurpark mit Feuerwerk und das Open Air im Park. Im Herbst findet dann die DiGa, die Gartenmesse, im Kurpark statt und etwas später die Gesundheitsmesse. Im Oktober gibt es noch einmal mit dem Vita-Classica-Ball einen Höhepunkt. Der Herbstlauf und der große Kunsthandwerkermarkt finden am Herbstende statt. Das Jahr wird dann mit dem Cäcilienkonzert der Gemeindekapelle Bad Krozingen feierlich abgeschlossen.

In Bad Krozingen gibt es einige sehenswerte Museen. Das Museum im Litschgihaus hat zwei Säle: im ersten ist ein geschichtliches Museum eingerichtet, das seinen Schwerpunkt auf den historischen Hausbau gelegt hat. Im zweiten Saal werden wechselnde Ausstellungen gezeigt. Das Renaissance-Schloss ist im Privatbesitz und verfügt über eine Sammlung von rund 50 historischen Tasteninstrumenten, die der Cembalist Fritz Neumeyer (1900-1983) zusammengetragen hat und die seine Schüler Rolf Junghanns und Bradford Tracey geerbt und betreut haben. Einige dieser Instrumente sind regelmäßig bei den Bad Krozinger Schlosskonzerten zu hören. Die Sammlung kann dann im Rahmen der Konzerte besichtigt werde. Das Museum im Rathaus Biengen gibt Einblick in die Alltagsgeschichte der Menschen, die hier vor Generationen gelebt haben. Das Museum wurde mit Hilfe vieler Bürger auf- und umgebaut, die nun auch bei der Zusammenstellung von Sonderausstellungen verantwortlich sind und die Besucherbetreuung übernehmen. Das Litschgi-Haus wird viel besucht, denn hier finden kulturelle Veranstaltungen wie Kabarett, Theater oder Zirkus, Stand-Up-Comedy, politisches Kabarett, Musik oder satirisches Theater, aber auch kulturelle Veranstaltungen allgemeiner Art statt. Bekannt und beliebt ist die kammermusikalische Reihe “Piano & Mehr“, bei der ein Bechsteinflügel im Mittelpunkt steht, der in unterschiedlichen Instrumentenkombinationen zur Geltung kommt. Das JOKI-Kino gibt es seit Oktober 2002. Es befindet sich im Untergeschoss der Mediathek und wird von einem eigens gegründeten Verein geführt und von der Stadt und der Medien- und Filmförderung Baden-Württemberg gefördert. Es hat 112 Sitzplätze und drei Rollstuhlplätze.

Quellen:

bad-krozingen.de

Badische Zeitung, 09.11.2021: „Krozinger Klima-Projekt preiswürdig“, Rubrik Südlicher Breisgau, S.21

schwarzwald-geniessen.de

schwarzwald-tourismus.info

wikipedia

wohnungsboerse.net/immobilienpreise-Bad-Krozingen/115