KROß IMMOBILIEN

ALTERSGERECHTES WOHNEN

ALTERSGERECHTES WOHNEN – WORAUF BEI IMMOBILIEN ACHTEN?

Mittlerweile haben wir eine derart gute medizinische Versorgung in unseren Breitengraden, dass die Anzahl älterer Personen in unserer Gesellschaft immer mehr wächst. Tatsächlich bemisst das Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat die Zahlen darauf, dass im Jahr 2050 jeder neunte Einwohner Deutschlands älter als 80 Jahre alt sein wird, da schon im Jahr 2018 21,5 % der Bevölkerung über 65 Jahre alt war. Trotz der großen Fortschrittlichkeit, ist aber auch auf eine altersgerechte Immobilie zu achten. Denn nur rund 1,5 % aller Wohnungen sind bislang barrierearm. Was bedeutet altersgerechtes Wohnen aber genau und was ist wichtig zu wissen? In diesem Beitrag informieren wir Sie über das altersgerechte Wohnen eingehend, geben Ihnen Tipps mit Checklisten zum Download und stehen Ihnen jederzeit bei KROß IMMOBILIEN für alle Fragen, auch zum Immobilienverkauf, zur Verfügung. Prüfen Sie hier, ob Ihre Immobilie altersgerecht und barrierefrei ist!

ALTERSGERECHTES WOHNEN & BARRIEREFREIHEIT – WAS HEIßT DAS?

Eine allgemeingültige Definition für altersgerechtes Wohnen ist Barrierefreiheit für ältere Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen. Das bedeutet, dass die Art des Wohnens und somit der Aufbau und die Inneneinrichtung so gestaltet sind, dass die Immobilie auch mit körperlichen Defiziten durch altersbedingte Einschränkungen komfortabel möglich ist. Es gibt viele Dinge zu bedenken, denn eine Barrierefreiheit ist nicht nur aufgrund eines notwendigen Rollstuhls zu gewährleisten. Barrierefreiheit umfasst tatsächlich alle Behinderungen (Barrieren), die ein Mensch in seinem Alltag erlebt und die es ihm kaum oder gar nicht möglich machen, sich allein über diese Hemmnisse hinwegzusetzen.

WORAUF ACHTEN FÜR EIN GUTES WOHNEN IM ALTER?

Folgende Hilfestellung soll Ihnen helfen, die wichtigsten Punkte beim Umbau oder bei der Suche nach einer altersgerechten Immobilie zu beachten:

  • Gute Beleuchtung in Gängen und auch auf dem gesamten Grundstück

  • Entfernung von nicht tragenden Wänden, um Wege zu vereinfachen (z. B. zwischen Essbereich & Küche)

  • Verbreiterte Türen und verbreiterte Flurwege bei Rollstuhl- und Rollator-Verwendung

  • Durchgehende, lange Handläufe in notwendigen Bereichen, z. B. im Badezimmer

  • Einfache, bestenfalls ebenerdige Zugänge zum Gebäude und im Wohnraum, ebenso wie auf der Außenanlage, z. B. zu Mülltonne oder Schuppen

  • Vereinfachte Einstiege bei sanitären Anlagen, z. B. ebenerdige Einstiege in der Dusche inkl. Hocker/Sitz und durchgehende Haltestangen oder ein Badewannenlift

  • Barrierefreies Waschbecken (kippbarer Spiegel, in der Höhe verstellbares Waschbecken)

  • Rutschfestigkeit des Bodens in allen Bereichen, nicht nur im Badezimmer, sondern auch auf Treppen

  • Vereinfachte Bedienung für Türöffner, Fensterrollläden oder Terrassentürrollläden

  • Ggf. Einrichtung von Treppenliften, Einbau eines Aufzugs oder Installation von Rampen sowie zusätzlichen Geländern

  • Vereinfachte, günstigere Energieversorgung (z. B. keine Ölöfen mehr und die Möglichkeit für eine einfache Regulation der Wärmeenergie)

  • Steckdosen und Lichtschalter in erreichbaren Höhen (Empfehlung: ca. 70-85 cm)

  • Arbeitsplatten, Schränke und Aufbewahrung in Griffhöhe (auch Glasböden in Hängeschränken erleichtern die Orientierung von „unten“; bzw. die Möglichkeit schaffen, am Herd zu sitzen, indem der Ofen nicht unter die Kochmulde montiert ist)

ALTERSSCHWIERIGKEITEN IN DER IMMOBILIENUMGEBUNG

Neben den schon angeführten Schwierigkeiten kann auch die Umgebung und das Wohnumfeld ein Problem darstellen.

  • Sind medizinische Einrichtungen, Einkaufsmöglichkeiten und wichtige Anlaufstellen für ältere Menschen erreichbar?

  • Fahren öffentliche Verkehrsmittel, die barrierefrei ausgestattet sind, oder lässt sich der Weg mit wenigen Schritten zu Fuß bestreiten?

  • Sind die Geschäfte und Ärzte barrierefrei zu erreichen?

  • Gibt es möglicherweise eine Nachbarschaftshilfe, die u. a. bei der Schneeräumung vor der Immobilie im Winter behilflich ist?

  • Gibt es Orte, an denen sich ältere Menschen treffen, um der Alterseinsamkeit vorzubeugen?

IM ALTER DIE EIGENE IMMOBILIE BEHALTEN, WIE GEHT DAS?

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisation e. V. (BAGSO) stellt umfangreiche Möglichkeiten vor, auch im Alter in der eigenen Immobilie wohnhaft zu bleiben, ohne zu vereinsamen. Vor allem Besuchsdienste, Nachbarschaftshilfen und Mittagstische helfen präventiv im Alter zwar allein zu wohnen, aber nicht einsam zu sein. Natürlich müssen hierfür die mentalen und körperlichen Möglichkeiten gegeben sein und die Immobilie altersgerecht ausgestattet werden. Weiterhin schrieb die BAGSO auch einen Wettbewerb aus, der unter dem Titel „Einsam? Zweisam? Gemeinsam!“ die besten fünf Projekte mit Preisgeldern subventionierte, die gegen die Einsamkeit im Alter erfolgversprechend sind.

Darunter eine Initiative der Caritas Frankfurt e. V. mit Namen „Besuch und Begleitung“, bei der ehrenamtliche Mitarbeiter ältere Menschen besuchen und auch im Alltag begleiten. Ebenfalls ein Preisträger ist das Projekt der Mehrgenerationenhäuser, das regelmäßige Treffen zum Zeitvertreib organisiert.

Darüber hinaus gibt es in verschiedenen Gemeinden, vor allem in größeren Städten die Möglichkeit, gemeinsam im eigenen Haus zu wohnen. Beispielsweise durch die Möglichkeit, dass Studenten mietgemindert in die Immobilie mit einziehen. So wird das gemeinsame Leben vereinfacht, weil ältere Menschen durch die Mitbewohner nicht nur nicht allein sind, sondern auch alltägliche Unterstützung erfahren. Anlaufstellen für mehr Informationen zum „Gemeinschaftlichen Wohnen“ finden Sie auch auf der Seite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend „Serviceportal Zuhause im Alter„.

Auch „Die neuen Alten“ (DNA) setzen sich für ein gelingendes Älterwerden in Freiburg ein. So brachten Sie die Initiative auf den Weg, Pate zu werden. Ältere Menschen können durch dieses Projekt Patengroßeltern der Kinder von Alleinerziehenden werden, Zeit mit ihnen verbringen und voneinander lernen. Regelmäßige Gruppentreffen gehören zum Austausch dazu.

Zudem möchte die DNA eine Alternative fürs Seniorenwohnheim anbieten, in dem ältere Menschen individuelle Betreuung in den eigenen vier Wänden erhalten. Ideen und Angebote werden gesucht, um ein optimales Konzept auf die Beine zu stellen.

Schon jetzt rege genutzt wird das Angebot der Online- und Telefonsprechstunde beim Projekt „Offenes Ohr 55+„. Wenden Sie sich bei allen Fragen im Generationenwechsel immer gerne in den Beratungszeiten an DNA. Oder treffen Sie im Gesprächscafé auf interessante Themen und anregende Gesprächspartner, um gemeinsam über diverse Themen zu philosophieren.

WIE SIEHT EINE ALTERSGERECHTE WOHNUNG AUS?

Der zentrale Begriff für eine altersgerecht gestaltete Immobilie ist mit oder ohne Rollstuhl die Barrierefreiheit. Das beginnt schon mit einer zu großen Wohnfläche, die sehr anstrengend zu durchqueren und auch beinahe unmöglich ohne Hilfe zu reinigen ist. Auch ein angrenzender Garten kann zur Hürde werden, wenn dieser entweder aufgrund fehlender Geländer an Treppen oder unebenen Flächen nicht mehr sicher erreicht werden kann. Auch die Arbeit im Garten wird im Alter schwierig, wenn es keine Hochbeete gibt oder die Flächen zu groß und die Pflanzen zu vielfältig und pflegeintensiv sind. Entsprechend sind diese Punkte zu bedenken, sobald eine Immobilie als barrierefrei und altersgerecht beurteilt werden soll. Ist die Umgebung der Immobilie seniorengerecht, alles gut zu erreichen und auch einer eventuellen Einsamkeit vorgebeugt, sollten auch die körperlichen und geistigen Voraussetzungen stimmen.

WANN LOHNT SICH DER BARRIEREFREIE UMBAU?

Ein altersgerechter Umbau lohnt sich durchaus, wenn das Haus nicht zu groß ist und auch die mentalen Fähigkeiten des selbstständigen Wohnens gewährleistet sind. Ist es möglich, dass lediglich ein Umbau das autonome Wohnen sichtlich verbessert? Gibt es Unterstützung in der Umgebung?
Wichtig ist, so früh wie möglich über einen Umbau nachzudenken und nicht erst dann, wenn die Probleme über Hand nehmen. Es ist daher ratsam, über eine altersgerechte Umgebung nachzudenken und die ersten Umbauten zu erledigen, um sich darauf vorzubereiten. Prüfen Sie im Voraus, ob die Möglichkeiten der Immobilie auch in zehn oder 15 Jahren noch ideal sind und beginnen Sie schon jetzt, Defizite zu beseitigen, die problematisch werden können.

WIE ÜBER EINEN IMMOBILIENVERKAUF MIT ALTERNDEN VERWANDTEN SPRECHEN?

An Eigentumswohnungen und eigenen Häusern hängt viel Emotion, die über Jahre durch viele erlebte Erinnerungen entstanden. Es ist daher nicht einfach, mit alternden Familienmitgliedern über einen Immobilienverkauf zu sprechen, wenn dieser immer notwendiger und bald unabdingbar wird. Tatsächlich nicht nur für die Bewohner, sondern auch für alle Familienmitglieder, die möglicherweise in diesem Haus aufgewachsen sind.

Leben Stadt Alter“ interviewte zu diesem Thema auch die Bestsellerautorin Ursula Ott, die das Buch „Das Haus meiner Eltern hat viele Räume“ schrieb. Sie stellt die Problematik bildhaft dar, wie wichtig es ist, rechtzeitig über das Entrümpeln und Aufräumen des elterlichen Hauses nachzudenken und mit den Senioren über die eigenen Gedanken und Sorgen zu sprechen. Finden Sie daher hier das Interview, um zu erfahren, wie der Prozess des sich Lösens vonstattengehen kann, aber auch, dass es ein langwieriger Prozess mit vielen verbundenen Emotionen ist. Viele Mutmachtipps sind ebenfalls dabei:

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Aus unterschiedlichen Gründen, nicht nur aufgrund eines Verlustes, ist es wichtig, über das Entrümpeln und Aufräumen einer Immobilie von älteren Familienmitgliedern nachzudenken. Es ist schwierig, sich von geliebten und mit Erinnerungen behafteten Gegenständen zu trennen, welche geliebten Menschen wichtig sind oder auch waren. Vor allem deshalb ist es wichtig, sich frühzeitig mit dieser Thematik auseinanderzusetzen, denn sie ist eng verbunden mit einem Immobilienverkauf aufgrund eines Todesfalls, aber auch aufgrund eines Umzugs in eine altersgerechte Unterkunft. Das Entrümpeln und Aufräumen sind außerdem psychologische Prozesse und sie lassen sich für alle Beteiligten nicht mit einem Container regeln. Dafür ist die emotionale Bindung zu stark. Wichtig ist aber der Mut, darüber zu sprechen, denn so lässt sich alles aufarbeiten und auch klären.

WAS KOSTET ALTERSGERECHTES WOHNEN?

Selbstverständlich kann diese Frage nicht übers Knie gebrochen beantwortet werden, denn es ist immer individuell zu sehen, was altersgerechtes Wohnen bedeutet. Heißt es, das Eigenheim zu verkaufen, um in eine kleinere Wohnung zu ziehen? Bedeutet es, die eigene Immobilie seniorengerecht umzurüsten, aufzurüsten, gänzlich zu renovieren oder umzubauen? Was ist vorhanden und was fehlt?

Die Kosten bei der Möglichkeit des betreuten Wohnens sind ebenfalls sehr unterschiedlich. Kann die Betreuung in der eigenen Immobilie oder der Eigentumswohnung stattfinden oder wären Mieten und Nebenkosten einzurechnen? Wie hoch ist der Betreuungsaufwand? Derartige Leistungen können laut der Verbraucherzentrale bei 15 Euro monatlich beginnen und bis zu 150 Euro im Monat ansteigen. Um ein betreutes Wohnen zu finanzieren, werden jedoch auch Lösungen angeboten. Hierzu gehört der Wohnberechtigungsschein, der durch öffentliche Förderungen bestimmter Wohneinrichtungen ermöglicht wird. Auch Wohngeld kann beantragt werden, solange die Voraussetzungen erfüllt sind. Umbauten sind förderungsfähig, auch die Krankenkassen bieten Hilfen an. Die Frage nach den Kosten für altersgerechtes Wohnen ist also nicht final beantwortbar, denn jede Situation ist individuell zu erfassen.

Grundsätzlich sollte aber festgehalten werden, dass ein großes Haus mit vielen ungenutzten Zimmern mehr kostet als eine kleinere Wohnung, die auf alle Bedürfnisse abgestimmt ist. Das beginnt schon bei der Heizung und endet sicherlich nicht bei den regelmäßig auftretenden Wartungsarbeiten oder gar Reparaturen, die an einem eigenen Haus gemacht werden müssen. Ob genutzt oder nicht, die Kosten verringern sich nicht. Und vieles kann nicht mehr selbst gemacht werden, weswegen die Kosten für Dienstleistungen steigen.

WOHNEN IM ALTER - ZUSCHÜSSE VON STADT UND STAAT

Die sogenannte Barriere-Reduzierung kann durch Investitionen bezuschusst werden. Hierfür gibt es einige Kriterien zu bedenken und im Folgenden stellen wir Ihnen die Förderung der KFW-Bank für Privatpersonen vor, die ihre Immobilie barrierefrei umgestalten möchten. Hierfür ist ein Zuschuss von bis zu 6.250 Euro möglich, der unabhängig von einer Altersbeschränkung beantragt werden kann und vom Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat gefördert wird. Dieser Zuschuss ist außerdem für den Kauf einer Immobilie möglich, die schon zuvor barrierefrei und somit wohnkomfortabel im Alter umgebaut wurde. Weitere Informationen erhalten Sie auch auf der Seite der KFW-Bank.

Weiterhin können spezielle Umbauten auch von der Kranken- und Pflegekasse übernommen werden. Beispielsweise kann die Kostenübernahme für einen notwendigen Badewannenlift oder spezielle Pflege- und Hygieneartikel durch ein ärztliches Attest bei der Krankenkasse beantragt werden. Gleiches gilt für Pflegebetten oder technische Hilfsmittel, insoweit medizinisch notwendig. Das gilt ebenso für den Hausnotruf, die Mobiliaranpassung oder in Fällen des Wunsches nach häuslicher Pflege. Für finanziell schwächere Personen bietet außerdem das Sozialamt unter gewissen Voraussetzungen finanzielle Unterstützung an. Mehr Informationen erhalten Sie hierfür auch auf dem Serviceportal Zuhause im Alter des Bundesministeriums.

BARRIEREFREIHEIT OHNE ROLLSTUHL

Doch wie eingangs erwähnt, ist die Barrierefreiheit nicht nur für den Rollstuhl oder einen Rollator zu verstehen. In erster Linie muss begriffen werden, dass auch das Treppensteigen nicht-gehbehinderter Personen im Alter schwierig sein kann. Die Gelenke sind steifer und das Gleichgewicht nicht mehr zuverlässig. Entsprechend müssen die Zugänge zu allen Räumlichkeiten generell gewährleistet sein, eben durch einen Aufzug oder nur wenige Stufen. Weiterhin sind auch die sanitären Anlagen zu prüfen. Auch bei Nicht-Rollstuhlfahren sind Haltegriffe sinnvoll, ebenso wie eine Dusche nebst der Badewanne, um je nach Beschwerden zu entscheiden, was besser geeignet ist. Dort sollten außerdem alle Armaturen gut erreichbar und der Boden rutschfest sein. Zudem ist eine Sitzgelegenheit hilfreich. Denken Sie ebenfalls an praktische Beleuchtungen auf allen Gängen, Wegen und im Außenbereich, denn die Sehkraft lässt in der Regel auch bei sehr mobilen Senioren irgendwann nach.

BETREUTES WOHNEN – WAS HEIßT DAS?

Klassisch definiert ist betreutes Wohnen das Wohnen zuhause oder in einer Altersresidenz mithilfe von außen. Dorthin finden Hilfskräfte aus öffentlicher oder privater Stelle, die die Bewohner im Alltag unterstützen. Entweder bei alltäglichen Erledigungen im und außer Haus oder bei existentiellen Angelegenheiten, wie Reinigung, Kochen oder das eigene Waschen. Betreutes Wohnen kann aber auch moderner gedacht werden. Möglich sind Unterstützer durch Nachbarschaftshilfen, die mittlerweile sogar via Smartphone und App organisiert und gerufen werden können.

DIGITALISIERUNG FÜRS WOHNEN IM ALTER

Auch die ältere Generation kommt nicht mehr an der Digitalisierung vorbei. Und warum auch, denn sie ist eine enorme Unterstützung, um noch lange im eigenen Haus wohnen zu können. Die Expertise von Prof. Dr. Cornelia Kricheldorff in ihrem Beitrag zum 8. Altersbericht ist hierfür wegweisend. Sie wirkte direkt im Sprecherart des Fachausschusses „Alter und Technik“ der Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) mit. Auch schreibt sie aktuell an ihrem Buch „Gut vernetzt oder abgehängt“, in dem sie die Digitalisierung im Alter perspektivisch beleuchtet. Die Professorin für Soziale Gerontologie der katholischen Hochschule Freiburg wurde von Herbert Köpfler in einem spannenden Gespräch interviewt, das wir Ihnen nicht vorenthalten wollen.

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AMBIENT ASSISTED LIVING (AAL) - WAS IST DAS?

Direkt übersetzt bedeutet AAL schlicht und ergreifend „umgebungsunterstütztes Leben“. Mit den technischen Möglichkeiten unserer Zeit ist dies für ältere Personen, die weiterhin in ihrer eigenen Immobilie wohnen, eine riesige Unterstützung. Denn innovative Technologien machen das Wohnen grundsätzlich komfortabler, somit einfacher und vor allem sicher. Menschen mit körperlichen Einschränkungen profitieren von dieser Technik, denn die Vernetzung der Wohnung rettet Leben. Ein Beispiel hierfür ist, dass installierte Sensoren Stürze erkennen und Helfer automatisch benachrichtigen. Ein AAL-System in Kombination mit einer individuell durchdachten Raumgestaltung und einem klugen Konzept zur Unterstützung für ein altersgerechtes Umfeld ist die Zukunft des sicheren Wohnens für Senioren. Mehr hierzu finden Sie auch unter AAL-Wohnung.de und in folgendem Video.

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INTERNET, APPS UND SMARTPHONE IM ALTER

Wer sich beim Thema Internet die Haare rauft und sich fragt, wie sich das Web, Smartphones und ein Alter im Seniorenbereich vereinbaren lassen, kann auch gerne bei „Wege aus der Einsamkeit“ reinschauen. Autorin und Coach Dagmar Hirche versilbert das Netz und unterstützt unterschiedliche Projekte, die ältere Menschen präventiv vor der Alterseinsamkeit fernhalten. Auf dem YouTube-Kanal von Dagmar Hirche werden zahlreiche Erklärvideos zum Umgang mit Internet, Smartphone, Tablet und PC angeboten.

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Zentral wichtig für jeglichen medizinischen Notfall ist ein Notfallarmband, das durch Drücken aktiviert wird, um einen Notfall zu melden. Vor allem bei Stürzen ist dies eine enorme Erleichterung, denn das Armband funkt ein Notsignal an die Zentrale, die Hilfe umgehend zur Immobilie schickt. Möglich macht dies beispielsweise das Deutsche Rote Kreuz mit dem „DRK-Hausnotruf auf Knopfdruck“. Rund um die Uhr sind Kräfte auf Abruf und kümmern sich direkt um jeden gemeldeten Notfall. Zuerst wird mit einem Anruf versucht, die betroffene Person zu erreichen und die Situation abzuklären. Sollte niemand erreicht werden, macht sich ein Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes sofort auf den Weg. Auch Verwandte oder Ansprechpartner, die namentlich hinterlegt sind, werden auf Wunsch benachrichtigt.

WANN ÜBER ALTERSBEDINGTEN IMMOBILIENVERKAUF NACHDENKEN?

Sobald es schwierig für die ältere Person wird, sich frei und ohne Hilfe in ihrem Haus oder in ihrer Wohnung zu bewegen und dort zu leben, ist es angebracht, über einen Immobilienverkauf nachzudenken und für eine kleinere, altersgerechte Unterkunft zu sorgen. Nebst aller oben angeführten Gründe ist auch die Einsamkeit ein wichtiges Merkmal. Wenn alle Familienmitglieder, die sich kümmern möchten, nicht im näheren Umkreis leben, oder enge Freundeskreise sich auf natürliche Weise nach und nach verkleinern, sei es durch Wegzug, Krankheit oder auch den Tod, ist es wichtig, die Thematik des Immobilienverkaufs zu bedenken. Auch wenn es schwer fällt, sind die Konsequenzen des Ignorierens zumeist gewichtiger und schlimmer als der Weg bis zu einem notwendigen oder logischen Entschluss.

Gründe können zusammengefasst folgende sein:

  • Vereinsamung durch wenig bis keinen Kontakt mit der Familie oder dem Freundeskreis

  • Keine Unterstützung und Nachbarschaftshilfen vor Ort

  • Eine zu große Immobilie und ein zu großes Grundstück, um das sich gekümmert werden muss, aber nicht mehr kann (hierunter fallen auch Heizkosten für einen zu großen Wohnraum, der nicht genutzt wird)

  • Notfallwege sind zu lang, beispielsweise weil der nächste Krankenwagen viel zu lange benötigen würde, um vor Ort sein zu können

  • Erhöhte Verletzlichkeit durch körperliche Einschränkungen und fehlende Unterstützung in der Nähe

  • Die Immobilie ist für die gegebenen, körperlichen Umstände nicht altersgerecht und barrierefrei

  • Die Umgebung ist nicht seniorengerecht (z. B. steile Zufahrten, zu enge Gehwege, keine Schutzinseln auf viel frequentierten Straßen, kurze Grünphasen der Fußgängerampel, Haltestellen nicht fußläufig, Wege für Einkauf oder zu ärztlichen Einrichtungen nicht einfach oder gar nicht allein zu erreichen)

  • Der Umbau der Immobilie ist zu aufwendig oder kostspielig, um sie barrierefrei zu gestalten

  • Die Immobilie ist für einen altersgerechten Umbau nicht gänzlich oder nur teilweise geeignet

  • Trotz eines barrierefreien Umbaus würden sich nicht alle Probleme lösen lassen

WORAUF ACHTEN BEIM UMZUG IM ALTER?

Nebst den generellen Anforderungen an ein senoriengerechtes Umfeld und eine altersgerechte Wohnung gibt es noch weiteres, das einen Umzug hilfreich unterstützt. Wie Autorin Ursula Ott sagt, ist das Sprichwort „Alte Bäume verpflanzt man nicht“ überholt. Denn eine neue Umgebung kann ältere Menschen durchaus verjüngen, da sie wieder neu dazu lernen, sich neu einfinden. Auch das vorherige Entrümpeln der alten Immobilie unterstützt Abschluss und Neuanfang gleichermaßen. Weiterhin sind neben allen neuen, guten Eindrücken, auch altbewährte hilfreich, den Neuanfang sehr gut zu meistern. Gerade ältere Menschen sind oftmals noch in ihrem Glauben verwurzelt. Es ist daher von großer Hilfe, die jeweilige Gemeinde aufzusuchen und Altbekanntes auch in einer neuen Gemeinschaft wiederzufinden. Diese Details sind nicht zu unterschätzen, denn sie bieten die ideale Mischung aus Neuem und Altbewährtem, das das Einleben in der neuen Wohnung oder Unterkunft immens unterstützt. Und wohnen Verwandte dann zusätzlich noch näher als zuvor, rundet das die Sache einmal mehr ab. Auf der Suche nach einer passenden altersgerechten Wohnung, sprechen Sie am besten auch einen Immobilienmakler oder eine Hausverwaltung Ihres Vertrauens an. Ein gutes deutschlandweites Register über Hausverwalter und Immobilienmakler finden Sie auf der Webseite Hausverwaltung-Ratgeber.de.

WIE GEHT ES NUN WEITER?

Nutzen Sie gerne unsere „Checkliste Altersgerechtes Wohnen“ zum Download und zum Ausdrucken, um Ihre Immobilie übersichtlich und einfach zu prüfen. Bei KROß IMMOBILIEN erhalten Sie außerdem zu jeder Zeit eine kostenfreie und unverbindliche Beratung bei allen weiteren Fragen und natürlich zum Verkauf Ihrer Immobilie. Erhalten Sie bei uns eine realistische Einschätzung Ihrer Immobilie, denn wir haben das aktuelle Marktgeschehen stets im Auge. So können Sie einen angemessenen Preis erzielen und Ihre Planungen objektiv regeln und gestalten. Verlassen Sie sich auf unsere langjährige Erfahrung und natürlich auch über unsere Empathie in Ihrer besonderen Lage. Vereinbaren Sie ganz einfach heute noch Ihren persönlichen Beratungstermin bei uns!