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WISSENWERTES ÜBER DEN STADTTEIL FREIBURG-NEUBURG

Unmittelbar im Norden der Freiburger Altstadt, am Fuße des Schlossbergs, ist der Stadtteil Neuburg gelegen. Nach Osten grenzt der Bezirk auf dem Schlossberg an die Oberau, nach Norden an Herdern, nach Westen trennt ihn die Rheintalbahn vom Stadtteil Stühlinger. Hier leben 4.713 Einwohner (31.12.2017). Der Stadtteil hat eine Fläche von 1,64 km² und eine Bevölkerungsdichte von 2874 Einwohner je km².

Die Wohnbevölkerung von 4713 Personen im Stadtviertel ist vergleichsweise niedrig. Der Grund dafür ist, dass große Flächen des Stadtviertels von Institutionen bebaut wurden: Dem Universitätscampus, der Justizvollzugsanstalt, dem ehemaligen Herder-Verlagsgebäude, dem Josefskrankenhaus, dem Altenpflegeheim Haus Heiliggeist und das Landratsamt hat hier auch seinen Sitz…

Als Neuburg bezeichnet man den ältesten Stadtteil der Stadt Freiburg, denn er war einst eine Vorstadt des mittelalterlichen Freiburgs. Allerdings ist der Stadtteilname Neuburg in der Bevölkerung nur wenig verankert, denn die östlich der Habsburgerstraße gelegenen Bereiche werden gemeinhin als Teil von Herdern angesehen und die Gebiete westlich davon als Institutsviertel bezeichnet.

ORTSBESCHREIBUNG VON FREIBURG-NEUBURG

Das Stadtviertel liegt direkt nördlich der Innenstadt, so dass man schnell im Zentrum ist. Es ist ein ruhiger und stellenweise sogar beschaulicher Stadtteil, hat aber im Campusbereich auch große Lebhaftigkeit.

Am Hang des Schloßberges findet man im Villenviertel teuren Wohnraum mit einem schönen Ausblick auf Freiburg. Alter Baumbestand, kleine bergaufwärts führende Treppen zwischen Villen und großen Gärten, geben dem Ort einen bestimmten Charme. Etwas günstigeren Wohnraum gibt es besonders im westlichen Teil, jenseits der Habsburgerstraße, wo nicht nur Unigebäude, sondern auch das Gefängnis und vis-a-vis das Josephskrankenhaus stehen. Die ansässigen Hotels bieten dem touristischen Publikum eine stadtnahe Unterkunft.

Die Ludwigskirche, die im Stadtteil in der Nähe des alten Friedhofs steht, war die erste evangelische Kirche Freiburgs.

Die beiden Parkanlagen des Bezirks sind einen Besuch wert: der Freiburger Stadtgarten, der unweit der Altstadt zum Ausruhen und Entspannen einlädt, und der an der Grenze zu Herdern liegende alte Friedhof, der 1683 bis 1872 Freiburger Begräbnisstätte war und heute eine Gedenkstätte ist.

Als Institutsviertel bezeichnet man den Bereich des Stadtviertels, in dem sich überwiegend Institute der Universität Freiburg und ein großes Mensagebäude befinden.

Am Rand des Institutenviertels befinden sich die Justizvollzugsanstalt und das St. Josefskrankenhaus.

Einkaufen kann man entweder in der sehr nahen Innenstadt oder in dem italienischen und dem asiatischen Supermarkt. Weitere Läden unterschiedlicher Sparten befinden sich entlang des Friedrichrings.

WOHNEN IN FREIBURG NEUBURG

Das Gesicht Neuburgs ist facettenreich: es gibt größere Mietshäuser, vereinzelt Einfamilienhäuser, schöne Altbauten und feudale Villen in Hanglage. Dementsprechend gemischt ist auch die Klientel, die hier wohnt.

Preisentwicklung pro m²

Die Daten zeigen den mittleren Preis der ausgewerteten Angebote (Medianwerte).

Wohnungsmiete pro m² Kaufpreis pro m²
Jahr bis 40 m² bis 80 m² bis 120 m² Wohnungen Häuser
2017 14,20 € 10,70 € 10,40 € 4.140 € 3.730 €
2018 14,50 € 10,80 € 12,00 € 4.390 € 4.030 €
2019 15,40 € 11,30 € 13,30 € 4.560 € 4.330 €

(Quelle: immowelt.de)

VERKEHRSANBINDUNG

Der Stadtteil ist durch die Stadtbahnlinie 4 entlang der Habsburgerstraße in das Liniennetz der Freiburger Stadtbahn eingebunden. Die Buslinie 27 nach Herdern führt ebenfalls durch den Stadtteil.

GESCHICHTE

Bei Ausgrabungen im Stadtteil Neuburg wurden Besiedelungsreste aus dem 11. Jahrhundert freigelegt und man fand hier außerdem die ältesten Weinkeller Süddeutschlands. Im Mittelalter war Neuburg im Norden der Altstadt die älteste und größte Freiburger Vorstadt. Erste Bebauungen fanden schon bald nach der Stadtgründung Freiburgs im 12. Jahrhundert statt. In der Vorstadt befanden sich auch das Armenspital und das Findelhaus. Die Neuburg war schon im 13. Jahrhundert mit einer eigenen Stadtmauer gesichert und über zwei Zugangstore im Norden zugänglich.

Nach der französischen Besetzung Freiburgs im Jahr 1677 ließ Vauban die Vorstadt für den Bau eines Festungsrings um die Stadt Freiburg einebnen. Daher sind hier keine Gebäude aus dem Mittelalter erhalten geblieben. Die Franzosen zogen 1745 aus Freiburg ab und sprengten die gesamten Festungsanlagen.

Ab 1825 entstand an der Stelle des alten Neuburg wieder ein neuer Stadtteil, diesmal im klassizistischen Stil. Unter anderem stand hier die Ludwigskirche an der heutigen Habsburgerstraße und auch die neuen Gebäude der Universität (Institutsviertel) und einige Spitalgebäude wurden in dem neuen Stadtteil errichtet. Den damals neuen und heutigen Alten Friedhof siedelte man ebenso in der Neuburg an. Im Jahr 1887 gab die „Oberrheinische Gewerbeausstellung“ den Anstoß, einen dauerhaften Stadtgarten anzulegen. Der Stadtgarten wurde schließlich 1888 eröffnet und kostete bis 1911 sogar Eintritt. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts nannte man den neuen Stadtteil zeitgemäß Ludwigsvorstadt, zu Ehren des Großherzogs Ludwig von Baden.

Im November 1944 trafen die Bomben das Viertel am schlimmsten, so dass es fast völlig zerstört wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg musste der Stadtteil abermals neu aufgebaut werden. Die seither entstandenen Bauten, abgesehen von einigen wenigen im Institutsviertel, zeigen architektonisch die eher funktionale Ausrichtung der 1950iger und 1960iger. Einzig das Verlagshaus Herder, der Keplerturm und eine Handvoll Universitätsbauten lassen den vor dem Zweiten Weltkrieg erhalten klassizistischen Stil des 19. Jahrhunderts erahnen.

In Anlehnung an das Mittelalter heißt der Stadtteil wieder Neuburg. Der Name spielt aber in der öffentlichen Wahrnehmung keine Rolle.

SEHENSWÜRDIGKEITEN

Der Alte Friedhof ist eine kulturhistorische Kostbarkeit. Er ist umgeben von einer alten, mit Efeu bewachsenen Mauer. In seinem Innern stehen alte Bäume, die im Sommer viel Schatten spenden und für eine angenehme kühle Luft sorgen. Dieser heute so genannte „Alte Friedhof“ wurde im Jahr 1683 neu angelegt, nachdem kein Platz mehr auf dem Münsterplatz für Bestattungen war. Bis in das Jahr 1875 wurden auf dem Alten Friedhof bedeutende Freiburger, Handwerker, Adlige und gefallene Offiziere und Soldaten vergangener Kriege begraben.

Mittelpunkt des Alten Friedhofes in Freiburg ist die einschiffige barocke Michaelskapelle, die zwischen 1720 und 1725 erbaut wurde. Sie ist mit Bildern und reichen Stuckdekorationen versehen. Im Jahr 1944 wurde die Kirche schwer beschädigt, konnte jedoch in der alten Form wiederhergestellt werden. Ein neuer Totentanz, in Anlehnung an alte Formen und Themen, wurde 1963 durch den Innsbrucker Freskomaler Wolfram Köberl neugestaltet. Der alte hatte der Zerstörung und Verwitterung nicht standgehalten. Das Grab von Caroline C. Walter erlangte besondere Berühmtheit, da sie, schon im Alter von 17 Jahren verstorben, bis in die heutige Zeit stets ein mit frischen Blumen geschmücktes Grab hat.

Im Jahr 1819 erwarb die Stadt ein Großteil des Schlossberges, der sich in Privatbesitz befand und legte insbesondere rund um den Kanonenplatz eine kleine Parkanlage mit Sitzbänken, Wander- und Wirtschaftswegen an. Aus jener Zeit stammt auch die Ludwigshöhe als Aussichtspunkt, benannt nach dem damals amtierenden Badischen Großherzog Ludwig I. Der direkte Aufstieg zum Kanonenplatz führt direkt bei der Brücke am Schwabentor in Serpentinen hoch. Ein weiterer alter Weg führt direkt vom Stadtgarten auf den Kanonenplatz. Er diente wohl schon im Mittelalter den zahlreichen Pferdekarren, die Nahrung und Munition auf die Burg brachten. Überall auf dem Schlossberg begann man zusätzliche Wanderwege anzulegen und auch die breiten Waldwege vom Schlossberg nach St. Ottilien und zum Jägerhäusle (Hotel Merkur) nach Herdern stammen aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert.  Auf dem oberen Schlossberg ist der Rest der früheren Sternschanze sichtbar, der „das Salzbüchsle“ genannt wird. Hier erreicht der Schlossberg mit fast 450 Metern seinen höchsten Punkt. Seit einigen Jahren erhebt sich auf dem Salzbüchsle ein Aussichtsturm, mit grandiosem Blick auf die Altstadt, ins Rheintal und in den Schwarzwald.

ÖFFENTLICHE EINRICHTUNGEN

Der sich hier im Stadtteil befindende Teil des Campus der Albert-Ludwig- Universität, umfasst die mathematisch-naturwissenschaftlichen und medizinische Fakultäten, sowie das Rektorat und die Mensa II.

Im größeren Teil des Herder-Verlagsgebäude, befindet sich heute die Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen der Universität. Im ehemaligen Papierlager der Druckerei ist die Archäologische Sammlung der Universität untergebracht.

Das St. Josefskrankenhaus befindet sich am Rand des Institutenviertels, es gehört dem Regionalverbund kirchlicher Krankenhäuser (RKK) an und ging im Jahr 2020 in die Trägerschaft der Artmed-Gruppe über. Das Krankenhaus ist auch akademisches Lehrkrankenhaus der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Am Rand des Institutenviertels steht auch das Gefängnis der Freiburger Justizvollzugsanstalt. Es ist für ganz Baden-Württemberg die zentrale Anstalt für die Sicherheitsverwahrung männlicher Täter.

Das Landratsamt des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald hat in der Nähe des Stadtgartens im Osten des Stadtteiles seinen Sitz, ebenso das Amt für Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amtsstelle Freiburg.

Auf der anderen Seite des Stadtgartens befindet sich die Katholische Akademie der Erzdözese Freiburg.

Seniorenwohnheim

In Neuburg gibt es das Pflegeheim Haus Heiliggeist, das Katharinenstift und das St.Carolushaus.

Kindergarten und Schule

Im Stadtteil gibt es zwei Kindergärten: der Kindergarten St. Martin Freiburg und das Kinderhaus St. Vinzenz.

Im Gebäude der Karlschule befinden sich eine Grundschule und eine Werkrealschule.

Gewerbeschulen

Merianschule: ist eine staatliche Berufsschule mit Bildungsangeboten im Bereich Biotechnologie, Ernährungswissenschaften, Hauswirtschaft, Sozialmanagement, Sozialpädagogik.

Richard-Fehrenbach-Gewerbeschule ist sowohl ein Technisches Gymnasium, als auch eine Berufsschule mit dualem Ausbildungsprofil.

Walther-Rathenau Gewerbeschule mit den Bereichen Elektrotechnik, Informationstechnik, Chemie, Pharmazie, die in verschiedenen Schularten unterrichtet werden.

Hotels

Die Nähe zur Innenstadt bringt es mit sich, dass es hier im Stadtteil einige Hotels gibt, z.B. das Kolpinghaus Freiburg e.V., das Stadthotel Freiburg, das Designhotel Am Stadtgarten und das Hotel Motel One Freiburg am Europaplatz.

Kultur und Freizeit

Der Stadtgarten am Fuß des Schlossbergs lädt junge und alte Menschen zum Verweilen, Erholen und Entspannen ein. Gemütliche Parkbänke findet man ebenso, wie mit Blumenbeten geschmückte Wege und er bietet mit seinen ausladenden Grünflächen Raum zum Kubb spielen, Slacklinen und Picknicken. Ein großer abwechslungsreicher Spielplatz für Kinder ist sehr beliebt und wird stark besucht. Im Sommer finden auf der Freiluftbühne eine Reihe von Konzerten und Theaterführungen statt. Einmal im Jahr lädt man zum Lichterfest ein. Tausende Kerzen leuchten im Park und auf dem Schlossberg, Bands sorgen für Stimmung.

Eine Schienenbahn verbindet den Stadtgarten mit dem beliebten Restaurant und Café Dattler am oberen Schlossberg. Man kann hier, mit einer grandiosen Sicht über Freiburg bis hin zu den Vogesen, sehr gutes Essen genießen oder bei einem Stück hauseigenem Kuchen einen Kaffee trinken. Unterhalb des Dattler liegt am Hang ein Minigolfplatz.

Ein Stück weiter südlich am Schloßberg erreicht man das zu Beginn des 19.Jahrhundert gebaute Greiffenegg-Schlössle. Hermann von Greiffenegg baute sich das Anwesen als Alterssitz. Sein Sohn verkaufte es 1840 an einen Bierbrauer. Seither zählt es zu den beliebtesten Ausflugslokalen in Freiburg. Im Sommer trinkt man im Biergarten unter Kastanienbäumen sein Bier und genießt den Ausblick.

Quellen:

Appenzeller, P.; Kersting R. (2018): „Endlich Freiburg – Dein Stadtführer“,

rap Verlag Stegen-Eschbach

www.alemannische-seiten.de

www.freiburg-geniessen.de

www.immowelt.de

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